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Welterbe-Bamberg

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Die UNESCO hat 1972 das "Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt" (die sog. Welterbekonvention) verabschiedet. Es ist das international bedeutendste Instrument, das jemals von der Völkergemeinschaft zum Schutz ihres kulturellen und natürlichen Erbes beschlossen wurde. Die Welterbe-Liste der UNSECO umfasst Kultur- und Naturgüter von außergewöhnlichem universellen Wert. Sie sind also nicht nur von lokaler oder nationaler Bedeutung. Ihr Schutz erfolgt im Interesse der gesamten Menschheit. Die „Altstadt von Bamberg“ wurde 1993 in die Liste aufgenommen und steht damit auf einer Stufe mit den Pyramiden von Gizeh und der Chinesischen Mauer.

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Dr. Christian Lange im Interview

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Bürgermeister Dr. Christian Lange über die Bedeutung der Welterbestätte Bamberg 

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Patricia Alberth im Interview

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Patricia Alberth spricht über den OUV Bambergs - den Outstanding Universal Value, zu deutsch den außergewöhnlichen, universellen Wert.

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Rote Linie = Welterbegrenze

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So erreichen Sie uns:

Zentrum Welterbe Bamberg
Geyerswörthstraße 3
96047 Bamberg

Tel.: +49 (0) 951 87 - 1811
Fax: +49 (0) 951 87 - 1983

Mail: info@welterbe.bamberg.de

Homepage:
http://www.welterbe.bamberg.de/

Facebook: 
http://www.facebook.com/zentrumwelterbebamberg

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Die Kirche Unsere Liebe Frau wird volkstümlich auch als „Obere Pfarre“ bezeichnet. Diese Bezeichnung verdankt sie ihrer Lage auf dem Kaulberg. Sie war das Gegenstück zur Unteren Pfarre, der ehemaligen Pfarrkirche Alt-St. Martin auf dem Maximiliansplatz, die 1805 abgebrochen wurde. Hervorzuheben ist das Gnadenbild Maria mit Kind im Hochaltar und das Altarblatt des ehemaligen großen Marienaltares vom Dom mit dem Gemälde Himmelfahrt Mariens.

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Das Gärtner- und Häckermuseum widmet sich dem gewerblichen innerstädtischen Leben der Gemüse- und Weingärtner, ihrer Kultur und Geschichte. Die Dauerausstellung des einzigartigen Spezial- und Freilandmuseums mit Haus, Hof und Garten gibt Einblicke in die Lebens- und Arbeitswelt der Gärtner und Häcker. Die bis heute lebendige Tradition wurde 2016 in das Bundesverzeichnis des immateriellen Erbes aufgenommen.

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Eine der wichtigsten Verbindungswege bildet die Kettenbrücke, die unter ihrem vormaligen Namen Seesbrücke 1312 erstmals erwähnt wurde. Die heutige Brücke hatte viele Vorgängerbauten, darunter eine Steinbogenbrücke von 1771, eine Holzbrücke von 1809, die „Ludwigsbrücke“ als Kettenhängebrücke von 1829 – sie gilt als Vorbild für die berühmte Brooklyn Bridge in New York – 1892 eine Stahlbogenbrücke, ab 1953 eine Spannbeton-Kastenträgerbrücke und die heutige Ausbildung einer modernen Kettenbrücke von 2010.

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Das ehemalige Benediktinerkloster St. Michael wurde 1015 gegründet. Die Klosterkirche ist eines der bedeutendsten Baudenkmäler Bambergs und bildet mit ihrer Ausstattung und dem einmaligen Deckengemälde, dem sogenannten „Himmelsgarten“ ein Denkmal von höchstem Rang.

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Der Bamberger Dom St. Peter und St. Georg gehört zu den deutschen Kaiserdomen und ist mit seinen vier Türmen das beherrschende Bauwerk des Weltkulturerbes „Altstadt von Bamberg“. Er steht auf der markanten Erhebung des Dombergs, der noch weitere historische Gebäude aufweist. Im Inneren befinden sich neben dem Bamberger Reiter das Grab des einzigen heiliggesprochenen Kaiserpaars des Heiligen Römischen Reichs sowie das einzige Papstgrab in Deutschland und nördlich der Alpen.

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Die ehemalige Stiftskirche St. Gangolf wurde an der Haupthandelsroute im Gärtnerviertel errichtet. Ihr Gründungsbau entstand zwischen 1057 und 1059 und ist der älteste erhaltene Sakralbau der Stadt. Die südliche Doppelturmfassade wurde um 1530 ergänzt.

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Das Alte Rathaus ist das Wahrzeichen Bambergs und symbolisiert die Herrschaftsgrenze aus früherer Zeit zwischen dem bischöflichen Bamberg und der bürgerlichen Innenstadt. Es ist in den Fluss Regnitz gebaut und die Obere und Untere Brücke verbinden es mit seiner Umgebung. Daher wird es oft auch „Brückenrathaus“ oder „Rathaus im Fluss“ genannt. Im Inneren ist die zu den Museen der Stadt Bamberg gehörende Sammlung Ludwig ausgestellt, eine der größten Porzellansammlungen Europas.

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Der Neptunbrunnen auf dem Grünen Markt wird umgangssprachlich Gabelmann, fränkisch „Gabelmo“, genannt und ist einer der beliebtesten Treffpunkte in der Altstadt. Ein erster Brunnen an dieser Stelle wird bereits 1337 erwähnt. 1566 entstand zunächst ein Brunnen mit dem heiligen Georg, dem Bamberger Stadtritter. 1697 wurde die heutige Neptunfigur von Johann Caspar Metzner gefertigt.

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Bereits vor 1300 Jahren befand sich auf dem heutigen Domberg eine Burg, die über den Flussübergang an der Regnitz wachte und dabei überregionale Bedeutung genoss. 1007 erhob Kaiser Heinrich II. Bamberg zum Bischofssitz. 1012 wurde auf dem Domberg – Keimzelle der heutigen Stadt – der Kaiserdom eingeweiht. Nach Bränden entstand um 1200 die heutige Kathedrale.

Im 11. Jahrhundert wurden die Stifte St. Stephan und St. Jakob und das Kloster Michaelsberg gegründet, die gemeinsam mit dem Dom, der Neuen Residenz und der Alten Hofhaltung das Stadtbild prägen.
Ab dem 14. Jahrhundert entstanden neben Handwerker- und Bürgerhäusern auch Prachtbauten des vermögenden Beamtentums in der Bergstadt – wie das barocke Böttingerhaus. Schließlich entwickelte sich am Kaulberg eine Weinbauernsiedlung.

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Als im 12. Jahrhundert der Siedlungsraum zwischen den Hängen der kirchlichen Bergstadt und dem Fluss für die stetig wachsende Bevölkerung nicht mehr ausreichte, 
etablierte sich auf der Insel zwischen den beiden Flussarmen der Regnitz die neue Bürgerstadt.
Das gesellschaftlich aufgestiegene Bürgertum schuf sich ein funktionierendes Gemeinwesen, errichtete die (alte) Stadtpfarrkirche St. Martin und ein eigenes Rathaus im Fluss auf der Grenze zwischen Berg- und Inselstadt. Im Zentrum der Inselstadt befand sich der von Bürgerhäusern umsäumte Straßenmarkt „Grüner Markt“ und die architektonisch beeindruckende Jesuitenkirche. 
Das Gebäude des Priesterseminars am Maxplatz beherbergt heute das Rathaus der Stadt. Für das Handelszentrum Bamberg spielte die Regnitz eine wichtige Rolle. Am Kranen wurde noch im 20. Jahr - hundert Fisch verkauft.
Die flussabwärts errichteten Fischerhäuser mit ihren typischen Galerien sind auch als „Klein Venedig“ bekannt. Am heutigen Nonnengraben siedelten zudem die Gerber.
Bis heute ist im Stadtgrundriss der Umfang der mittelalterlichen Anlage der Inselstadt erkennbar.
Die Insel mit Einzelhandelsbetrieben, der Fußgängerzone und der 1972 eröffneten Universität bildet noch immer das bürgerliche Zentrum der Stadt.

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Bamberg mit seiner historischen Altstadt und entsprechend kurzen Wegen zeichnet sich durch eine hohe Lebensqualität
aus. Die historische Bausubstanz und die Bürger, die sie erhalten und sich für ihre Stadt einsetzen, haben den Weg zur Ernennung Bambergs als UNESCO-Welterbe bereitet. Da Information der beste Schutz ist, den es für das kulturelle Erbe gibt, war die Einrichtung des Zentrums Welterbe Bamberg logisch und konsequent.
Das Zentrum wirkt erfolgreich als Schnittstelle zu den unterschiedlichen Fachbereichen, zu übergeordneten
Einrichtungen, anderen Welterbestätten und vor allem zur Bamberger Bürgerschaft.

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Frau Patricia Alberth über das Immaterielle Erbe

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Um mehr über den Urbanen Gartenbau zu erfahren, klicken Sie den Play-Pfeil:

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In Bamberg wird seit dem Mittelalter Süßholz angebaut. Kaum ein anderes Bamberger Produkt kann auf eine ähnlich lange Tradition zurückblicken. Heute wird nur noch auf wenigen Restflächen (u.a. im Gärtner- und Häckermuseum) Süßholz angebaut.
Der Süßholzanbau ist eine Bamberger Besonderheit, die es sonst in Deutschland nicht mehr gibt. Dieses Alleinstellungsmerkmal des Bamberger Süßholzes ist gleichzeitig Garant dafür, dass das Produkt nahezu konkurrenzlos ist.

Etwa zwei Millionen Touristen besuchen Bamberg pro Jahr. Süßholz eignet sich hervorragend als besonderes, Bamberg spezifisches Souvenir. Gleichzeitig können durch den Süßholzanbau bestehende, brachliegende Gärtnerflächen im Welterbe Gärtnerstadt reaktiviert werden.

Gertrud Leumer über das Bamberger Süßholz
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Der Verein Bamberger Sortengarten – Grünes Erbe Bamberg e.V. trägt zur Erhaltung der besonderen Bamberger Lokalsorten bei. Er hilft bei der Wiederentdeckung von bereits verschwundenen oder vergessenen Bamberger Gemüsearten und -sorten.
In der Vergangenheit gingen Samen lokaler Pflanzen und das Wissen über deren Verwendung verloren. Diesem Aussterben möchte der Verein entgegenwirken. Neben der Bewahrung des „grünen Erbes“ der Bamberger Gärtner dient er auch der Weitergabe des Wissens um den Anbau und die Pflege, das immaterielle Erbe. Im Sortengarten werden mehrere Sorten einer Pflanzenart im Vergleich dargestellt und erläutert. Der Bamberger Sortengarten ist somit ein Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität (= Erhaltung der biologischen Vielfalt des Lebens auf Erden) und macht daneben auch Geschichts- und Umweltbildung erlebbar. Gärtnerfamilien aus Bamberg und dem Umland haben oft über Generationen alte Nutzpflanzensorten kultiviert und weitervermehrt. 

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Die Welterbe-Konvention bezieht sich sowohl auf Kultur- als auch auf Naturerbe. Ob eine Stätte zur Unterkategorie Kultur- oder Naturerbe zählt, hängt von den Kriterien ab, aufgrund derer sie eingeschrieben wurde. Städte gehören per Definition zum Weltkulturerbe. Was Bamberg betrifft, so sind "Weltkulturerbe" und "Welterbestadt" gleichermaßen korrekt. Die Bezeichnung "Weltkulturerbe-Stadt" ist hingegen ein Wortreichtum ohne Informationsgewinn.

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Eine Welterbestätte ist nach den Richtlinien der UNESCO ein Ort, der für die gesamte Menschheit Bedeutung trägt und deswegen besonders schützenswert ist. An einer Welterbestadt lässt sich ablesen, wie Menschen früher gelebt, gewohnt und gearbeitet haben. Daher ist sie auch ein ausgezeichneter Lernort. Der Welterbetitel dient nicht dazu, attraktive Reiseziele zu zertifizieren.

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Die "Altstadt von Bamberg" wurde 1993 als 624. Welterbstätte in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Im selben Jahr wurden auch der Klosterkomplex Maulbronn und 31 weitere Stätten aufgenommen.

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Neben dem UNESCO-Welterbe besitzt Bamberg mit der Bamberger Gärtnertradition auch immaterielles Kulturerbe. 2014 wurde der „innerstädtische Erwerbsgartenbau in Bamberg“ in das Bayerische Landesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Gleich mehrere Einträge aus dem UNESCO-Weltdokumentenerbe sind in der Staatsbibliothek Bamberg verwahrt: das Lorscher Arzneibuch, das älteste erhaltene Buch zur Klostermedizin des abendländischen Frühmittelalters, sowie zwei Reichenauer Prachthandschriften der Zeit um 1000 – die „Bamberger Apokalypse“ und der „Kommentar zum Hohen Lied und zum Buch Daniel“.

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Die Welterbstätte "Altstadt von Bamberg" umfasst 124 Hektar (ohne Pufferzone). Entgegen der weitverbreiteten Meinung ist Bamberg weder Deutschlands größte Welterbestätte noch Deutschlands größte Welterbestadt.

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Der Welterbetitel ist mit der Verpflichtung verbunden, Schutz und Erhaltung in Bestand und Wertigkeit der Stätte sowie ihre Weitergabe an künftige Generationen sicherzustellen. Welterbestätten unterliegen einer Berichtspflicht. Größere Bauvorhaben, die den außergewöhnlichen universellen Wert des Welterbes beeinträchtigen könnten, müssen mit der UNESCO abgestimmt werden. Modernes Bauen ist durchaus erlaubt, sofern es nicht zu Lasten historischer Bausubstanz oder wichtiger Blickbeziehungen geht. Die bauliche Entwicklung der Stadt darf oder soll ablesbar bleiben.

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Zum Welterbe "Altstadt von Bamberg" zählen die Bergstadt (samt Domberg und ehemaligem Benediktinerkloster St. Michael), die Inselstadt und die Gärtnerstadt. Der Hain befindet sich in der Pufferzone. Altenburg und Gartenstadt liegen außerhalb des Welterbes und seiner Pufferzone.

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Wenn eine Stätte zum UNESCO-Welterbe ernannt wird, ändert das nichts an den Zuständigkeiten, sondern lediglich an den Pflichten. Finanzielle Hilfe seitens der UNESCO gibt es für deutsche Welterbestättten nicht. Spezielle Bundesförderprogramme können bei der Finanzierung der Erhaltungskosten helfen.

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Voraussetzung für die Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste ist, dass eine Stätte mindestens eines von insgesamt zehn Kriterien erfüllt. Der außergewöhnliche universelle Wert aufgrund dessen die „Altstadt von Bamberg“ zum UNESCO-Welterbe zählt, basiert auf folgenden Kriterien:
- Ab dem 11. Jahrhundert übten der Grundriss und die Architektur des mittelalterlichen und barocken Bambergs einen starken Einfluss auf Städtebau und –entwicklung in Mitteleuropa aus.
- Bamberg ist ein einzigartiges und hervorragend erhaltenes Beispiel für eine auf hochmittelalterlicher Grundstruktur entwickelte mitteleuropäische Stadt mit seinen kirchlichen und herrschaftlichen Bauten.

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Das „Bamberger Modell“ bezeichnet das in den 1950er Jahren ins Leben gerufene Programm der Stadt Bamberg, das Eigentümer bei der Sanierung historischer Gebäude berät und finanziell unerstützt. Seit 2003 werden die Zuschussmittel für das „Bamberger Modell“ durch die Stiftung Weltkulturerbe Stadt Bamberg bereitgestellt.

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